Download aktueller WDR-Hörspiele – aber wie?
Gerade habe ich mich mit der Problematik beschäftigt, warum auf Podster unzählige WDR-Hörspiele als Download nicht mehr aufzurufen sind, obwohl sie noch gar nicht depubliziert sein müssten. Das betrifft so ziemlich das letzte halbe Jahr an veröffentlichten Hörspielen und einige davor.
Gleichzeitig stand ich vor dem Problem, warum auf Beemp3 so ein Hörspiel noch downloadbar ist, aber auf Podster nicht mehr. Und so habe ich mal in den Downloadlink hineingeschaut und aha! da liegt der Unterschied im Detail:
Podster: http://gffstream-7.vo.llnwd.net/c1/m/1292404907/radio/hoerspiel/wdr_hoerspiel_download_station_eismitte_20110122.mp3
Beemp3: http://gffstream-7.vo.llnwd.net/c1/download/1292403241/radio/download/wdr_hoerspiel_download_station_eismitte_20110122.mp3
Ich erklär die sich daraus ableitende Regel nun nochmal im Detail:
- ihr seht ein Hörspiel vom WDR auf Podster, das also über den WDR-Podcast zum Download angeboten wurde (welches aber nicht mehr downloadbar ist)
- ihr klickt auf das Hörspiel und klickt dann mit der linken Maustaste auf “Datei herunterladen”
- es erscheint in der Browseradressleiste wie oben im Beispiel gezeigt der Downloadlink
- ihr ersetzt dann im Link einfach das “m” durch ein “download” und dann nochmal das “hoerspiel” durch ein “download”
- mit Enter bestätigen und dann die Datei ausführen oder speichern
Aber Achtung! Die Hörspiele werden nach einem bestimmten Zeitraum auch von diesem Download-Server publiziert! So kann man (mit oder ohne diese Änderung im Link) zwar heute noch Der Robinienmörder herunterladen (schönes Ding übringens!), das vorher veröffentlichte Digital Underground aber schon nicht mehr. Letzteres wurde vor mehr als anderthalb Jahren publiziert – vielleicht ist das die Zeitspanne mit der der WDR seine Hörspiele wieder Server nimmt.
Mit dieser Methode habe ich auch andere Hörspiele wieder als Download vorgefunden, die noch lange nicht “so alt” sind. So zum Beispiel das recht populäre Moment, das wird sie interessieren! von Stefan Weigl sowie die von mir so geliebte Frau mit der Bankenkrise von Michael Stauffer.
Flattr im Januar
Es ist mal wieder der 10. und das heißt, dass heute “Flattr”-Tag ist. Diesen Monat wurden es ganz tolle 3,04 Euro Einnahmen bei 5 Euro Ausgaben und erstere verteilen sich wie gefolgt:
Die fünf Klicks deute ich hier mal als vier unterschiedliche Flatterer und bei zweien kann ich mir auch ausrechnen, wer die beiden sind. Vielen Dank für die kleinen Beiträge!
Dass dazwischen auch sich eine “Großspende” ereignet, hätte ich nicht vermutet. Deshalb dafür gleich ein “großes Dankeschön”!
F
lattr hat ansonsten ein Update initiiert, welches über sein System ermöglicht, einzelne und gezielte Spenden (“Donate”) an die User zu senden. Desweiteren ist es jetzt möglich über das Einbinden einer Smartphone-App User offline zu flattern. Der in dem Artikel gezeigte User “Brokep” ist übrigens niemand anderes als der Flattr-Erfinder selbst: Peter Sunde. Und dass der grad wirklich Geld braucht, wird hier erklärt. Was dort nicht steht, ist dass dieser noch junge Schwede früher einmal die populäre Seite Pirate Bay betrieben hat.
Die Einnahmen der taz stagnieren übrigens weiter bei 1.300 Euro und bei etwa gleich vielen Klicks. Das wird dort so ausgelegt als dass die Flattr-User weniger bei der taz klicken – und höchstwahrscheinlich dank zunehmender Anzahl “things” gezielter auswählen und woanders ihr Geld hinstecken. Zusammen mit der Möglichkeit der Spende kann man sich, so wie jemand es im Kommentar schreibt, sein individuelles taz-Abo zusammen stellen: Grundbetrag + Extra-Beträge per gelesenem Artikel. Ich bin gespannt, ob die große Zeitungslandschaft irgendwann mal auf diesen Zug aufspringen wird.

Flattr im Dezember
Im Dezember haben sich schätzungsweise “geringe”, aber dennoch sehr gedankte 1,37 Euro auf meinen Flattr-Account verirrt. Seit heute ist nun auch wieder öffentlich, wie sich die einzelnen Spenden verteilen:
Natürlich freue ich mich über jede kleine Einzelspende sehr und dass für viele meiner letzten Artikel gedankt wurde. Besonders freue mich jedoch über die Danksagung für den Ohrenblicke-Artikel (ein sehr empfehlenswerter Podcast übrigens!) und für das Radiofeature “Strahlende Quellen”. Das letztere zeigte mir dann, dass auch Audio-Stücke fernab der Unterhaltung von meinem Leserkreis gehört werden. Nun denn, ich schau mal, wie ich dort bald weiter anknüpfen kann.
Die taz übrigens hatte im Dezember zum ersten Mal einen Einbruch bei den Flattr-Einnahmen. Das lag aber daran, dass im November durch einen Artikel von Ranga Yogeshwar 314 Euro und durch die Berichterstattung um die Castor-Transporte 135 Euro zusammenkamen, was sich für den Dezember nicht wiederholt hat.
Alternativ zeigt der zentrale Flattr-Button für die Gesamtausgabe von taz-online, dass es auch anders geht. Bis jetzt wurde dieser 357 mal geflattert und durch monatliche Abonnements der Flattr-User wird diese Zahl auch weiterhin, regelmäßig steigen.

Cassandra’s Run – Teil 6, „Rauschgold“ – Akt 3 freigeschaltet
Ups, das hatte ich ganz vergessen zu erwähnen: Schon seit Samstag ist der nunmehr dritte Akt des aktuellen Cassandra’s Run-Abenteuers “Rauschgold” freigeschaltet. Noch bis morgen Abend, 21 Uhr kann man abstimmen wie’s dann im vierten Teil weitergehten soll.
Flattr im November und fleißige Propaganda
Es ist schon spät in den Dezember hinein, aber natürlich möchte ich nicht meine Flattr-Klicks für diesen Monat verheimlicht wissen.
Flattr hatte die Einnahmen aus dem letzten Monat schon am 1. Dezember veröffentlicht. Allerdings wurde die genaue Anzahl und Einnahmen aus den einzelnen Klicks erst am 10. Dezember veröffentlicht – nachdem die Einnahmen für die weitere Verwendung freigegeben wurden. An dieser Stelle möchte ich tausend Dank für guttuende fünf Klicks sowie wunderbare 2,70 Euro sagen, die natürlich auch wieder vollständig verflattert werden.
Ich wollte diesen Bericht eigentlich auch schon viel früher schreiben, doch wartete ich noch auf die taz. Die hatte zwar pflichtschuldig schon am 1. Dezember verkündet, dass ihre Flattr-Einnahmen auf einen Rekord von 1.860 Euro gestiegen sind, allerdings hat sie bisher noch nicht nachgetragen, welcher Artikel wieviel eigentlich eingebracht hat. Besonders interessiert es mich, wieviel der Artikel über den “Behörden-Terror” von WDR-Moderator Ranga Yogeshwar an Spenden erzielt hat. Aber egal. Man kann nicht alles haben.
Was man aber haben kann, ist Einblick in verschleierte Vorgänge unseres Gemeinwesens, die angeblich um die Demokratie zu schützen vor ihr geheim gehalten werden müssen. Deshalb hab ich oben rechts das Banner angebracht, das einjeden auf die derzeit aktuell zugängliche Adresse von WikiLeaks bringt – selbst wenn andere nach und nach abgeschaltet werden sollten.
Auch sehr wichtig finde ich den Appell gegen die Kriminalisierung von WikiLeaks – initiiert durch die Informationsdienstleister die taz, die Frankfurter Rundschau, der Freitag, der Tagesspiegel, Perlentaucher.de, die Berliner Zeitung, netzpolitik.org sowie das European Center For Constitutionel and Human Rights (ECCHR). Gründe dafür gibt es genug. Wer nicht dafür suchen möchte, bekommt sie auch hier erklärt. Und übrigens: WikiLeaks kann man auch flattern!
Cassandra’s Run – Teil 6, „Rauschgold“ – Akt 2 freigeschaltet
Noch bis Samstag, den 11. Dezember, 8 Uhr kann man über den Verlauf des sechsten Teils von Cassandra’s Run abstimmen. Akt 2 ist jetzt freigeschaltet. Und wieder gilt, liebe brainZ: jeder bitte nur ein Kreuz eine Mail an Sul.
Strahlende Quellen – ein Radio-Feature über das radioaktive Geheimnis der Öl- und Gasindustrie
Wie ich auch schonmal beim Feature über Doping im Fußball gesagt habe: Ich bin kein wirklich großer Fan des Radio-Features. Momentan scheint sich das aber zu ändern, wenn ich Sendungen wie die folgende in die Hand bekomme, die mein Weltbild auf den Kopf stellen oder mich mit dem Kopf auf Sachen stoßen wo man einfach weiß “Stimmt! Wieso bin ich da nicht eher draufgekommen?”
Über einen Freund bin ich zufällig über das Feature “Strahlende Quellen – Das radioaktive Geheimnis der Öl- und Gasindustrie” gestolpert (hier der Downloadlink). Dort wird beschrieben, was ich schon über Mineralwasser wusste, aber nicht über Erdölbohrungen gedacht hatte: Dass bei jeder Tiefenbohrung Bohrleitungen mit radioaktiven Partikeln in der Erde in Kontakt kommen, anschließend diese Partikel hochgeholt werden und dabei die Rohre und die nähere Erdoberfläche verseuchen. Die hochgeholten Rohre, Schlämme und Abwässer müssen sodann als radioaktiver Sondermüll behandelt und teuer entsorgt werden.
Der Skandal ist, dass genau das nicht passiert. Die Ölindustrie verschweigt das Problem öffentlich und scheut Milliardenausgaben um die kontaminierten Materialien sicher und fachgerecht zu entsorgen. Umso schlimmer ist es, dass stark verseuchte Rohrleitungen oft einfach als Material zum Bau von Häusern, Kinderspielplätzen und Schulen abgeben wurden. Selbst die Mitarbeiter und die Entsorgungsfirmen wissen kaum etwas über die Gefahr, mit der sie da umgehen – auch an den Förderstellen in Deutschland.
Wer das Feature statt hören lieber lesen möchte, kann sich die Druck-Version als PDF herunterladen. Kurz zusammgefasste sonstige Informationen gibt es auch auf der Seite der Tagesschau sowie beim WDR. Hier dann mit den Bildern zu den im Feature erwähnten verstrahlten Kinderspielplatz und dem verseuchten Haus in Kentucky/USA.




