Skip to content

Ein Blog über benennenswerte Hörspiele – Empfehlung Nr. 1: „Flugbegleiter“

by - 1. Februar 2010

Schon längere Zeit habe ich darüber nachgedacht, irgendwie irgendwo (irgendwann?) einmal eine Website oder ein Forum zu eröffnen, wo ich gerne sowas machen möchte: Hörspiele und Hörbücher, die mir gefallen oder mein Interesse geweckt haben, öffentlich zu empfehlen.

Das Thema hatte ich schon mit Freundinnen und Freunden einige Male hin und hergekaut. Daraus eine Aktion ist aber nie geworden. Daher jetzt mein Entschluss, zum einsamen Publikationspartisanen zu werden.

Auf diesem Blog werde ich nach und nach nennenswerte (“irgendwie beeindruckende”) Hörspiele empfehlen. Meine Liste ist jetzt schon lang – eine Linkliste allein soll es aber nicht werden. Ausgefeilte Rezensionen werde ich hier wohl aber nicht schreiben. Eine konkrete Meinung kann man meistens woanders nachlesen, oder (und das ist die ungeschminkte Intention dieses Blogs) sich einfach selbst anhören.

Die Bereiche werden sich natürlich mit kommerziellen und bekannten Hörspielen und Hörbüchern befassen. Wichtig sind mir aber auch die Radio-Produktionen, Podcasts, Gratis-/Common-Creative-Produktionen, die sonst kaum Erwähnung finden. So eine “Alles-in-Einem”-Anlaufstelle habe ich bisher schmerzlich vermisst. Daher musste ich wohl selbst ran.

Mein erster Beitrag für heute endet und startet den Blog mit einer Produktion vom Bayerischen Rundfunk. Als ich „Flugbegleiter“ zum ersten Mal gehört habe, war das ein unheimlich berauschendes Erlebnis: House und Dub-Musik fließen unheimlich gekonnt mit Leser-Stimme, Geschichte und Musik- und Gender-Diskursen zusammen. Aber, wie gesagt, hört selbst.

Thomas Meinecke/Move D: „Flugbegleiter“

(BR 2004) – Länge: 77:42

Karol arbeitet als Flugbegleiter. In seiner Freizeit widmet er sich mit Vorliebe Resignifizierungen in der Musik: Wenn leichtverständlicher Swing zu schwierigem Be-Bop umkodiert wird oder Disco als House Music erneut in den sexuell andersdenkenden Underground abtaucht.

Karol gerät zunehmend in den Bann der Queer Music, begeistert sich für die Ästhetik des Camp, die er mit seinen Kolleginnen und Kollegen in diversen Hotelzimmern der Welt auslotet. Seine heterosexuelle Orientierung erkennt er dabei gleichsam als das Andere der Homosexualität. Move D’s zitatreiche Kompositionen begleiten den jet-settenden, musikbewegten Diskurs. In freundlicher Übernahme erzählen sie die in Flugbegleiter theoretisch erörterten Komplexe ohne Worte weiter.

Komposition: Move D
Realisation: Thomas Meinecke/Move D

Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich freue, wenn dieser Blog weiterempfohlen und verlinkt wird.

Man liest sich!

Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: