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Sondern das Schwert von Susanne Krahe

by - 21. April 2010

Jetzt also wieder ein WDR-Download, der noch da ist, obwohl er es eigentlich nicht ist. Deshalb schnell downloaden!

Das Hörspiel „Sondern das Schwert“ von Susanne Krahe beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen mit unterschiedlichem kulturellem/religiösem Hintergrund aufwachsen und dennoch miteinander klar kommen können. Bzw. eher noch – wenn das doch vorher kein Problem war, wieso wird es das jetzt auf einmal?

Die Inszenierung durch das nachträgliche Erzählen der Schultheater-Lehrerin ist gut gewählt und lässt Spannung aufkommen und sie verbreitern. Hinzu kam bei mir noch, dass mich die theoretischen und ethischen Diskussionen in den Bann gezogen haben. Ist vielleicht wirklich sehr ideell geraten, aber zu keinem Punkt langweilig. Hier auf Hörspieltipps sieht man auch, wie die Sprecher aussehen.

In der Bibel wie im Koran finden sich Aufforderungen zu religiösem Radikalismus. Wie damit umgegangen wird, ob sie eins zu eins in Gewalt umgesetzt werden oder nicht, hängt von der jeweiligen Interpretation ab. Mit der Schultheater-Aufführung von Lessings „Nathan der Weise“ wollte eine Lehrerin das Ideal religiöser Toleranz an eine Schülergeneration vermitteln, die vom latenten Konflikt zwischen den Kulturen geprägt ist. Doch die Aufführung scheitert an eben der Intoleranz, die das Stück behandelt. Um zu erklären, wie es soweit kommen konnte, rekapituliert die Pädagogin die Lebensläufe ihrer Protagonisten Khaled, einem Sohn marrokanischer Einwanderer, und Lukas, seinem deutschen Freund. Und sie fragt sich nach ihrer eigenen Verantwortung für deren Umgang mit heiligen Texten.

Susanne Krahe, 1959 geboren, hat in der wissenschaftlichen Bibelexegese gearbeitet. 1989 erblindete sie und musste ihre akademische Karriere aufgeben. Seitdem schreibt sie Hörspiele, Features, Erzählungen und Romane sowie Sachtexte zu theologischen und medizinethischen Themen.

Mit Johanna Gastdorf, Udo Schenk, Camilla Renschke, Therese Hämer, Martin Bross u. a.

Regie: Jörg Schlüter
Musik: Rainer Quade
Produktion: WDR 2009/ca. 54’

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