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Radiotatort – rot ist tot von Gesine Danckwart (bis zum 26.4. als Download)

by - 22. April 2010
Okay, okay. Hier muss ich zugeben, dass ich – wie die Kommentare zu dem Krimi es auch oft kritisieren – nicht wirklich mehr den roten Faden gefunden habe. Fand ich aber auch nicht wirklich wichtig. Viel mehr gefallen hat mir die beinharte Gesellschaftskritik und die derb-experimentierfreudige Inszenierungsweise. Zumindest diese beiden Sachen würde ich persönlich als gelungen betrachten. Für einen Spagat zwischen Tatort-Krimi und Avantgarde ist das echt gut gelöst.
Und ich halte diesen Krimi auch wirklich dafür hoch, dass er sich mit der Verlogenheit und Schlechtigkeit der männlich geprägten Gesellschaft auseinandersetzt. Das, finde ich, möchte ich gerne öfter hören. Bitte mehr davon! (Und dann auch gerne mit rotem Faden.)  – Den Download, den RSS- und das Podcast-Abo gibt es unter www.radiotatort.de

Der Wiesbadener Hauptkommsar Raimund Falk und seine junge Kollegin Sascha Weiss werden nachts zu einem Mordfall gerufen, der sie an den Rand ihrer psychischen Belastbarkeit bringt: Das Opfer ist männlich und ebenso brutal wie irrational-verspielt getötet worden. Und dieser Mord ist der Anfang eines weiteren Mordes gleichen Musters. Die Suche nach dem oder der Täterin führt die Ermittler – neben Raimund  und Sascha auch Raimunds Vater, den  Pressefotograf Camillo, sowie Kriminalrätin Dr. Ursula Pelz –  in die eigene Vergangenheit, die eng mit einem renommierten Wiesbadener Gymnasium verknüpft ist.

Der Verdacht verstärkt sich, dass hier eine ungeheure Tat an jungen Frauen, über die jahrelang der Mantel des Schweigens gelegt worden ist, gerächt wird. Wie von einem geheimen Automatismus angezogen, finden sich die Beteiligten schließlich in falschen Betten wieder und geraten dabei in Lebensgefahr. Das Böse in seiner alltäglichen Horrorgestalt ist überall – hinter und neben der ganz normalen heilen Welt.

Autor: Gesine Danckwart
Komponist (Bassmarimba und Vibraphon): Rainer Römer
Regisseur: Leonhard Koppelmann
Dramaturgie: Manfred Hess
Aufnahmeleitung: Christoph Müller
Ton und Technik: Helmut Becker und Julia Kümmel

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