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Empörung von Philip Roth – befristeter Stream

by - 28. Juni 2010

Leider hab ich es jetzt erst geschafft, das Hörspiel „Empörung von Philip Roth“ zu hören und schon in drei Tagen oder so ist es als Stream wieder weg. Deshalb kann ich nur ganz schnell das anhören oder den Mitschnitt empfehlen! Es ist wirklich toll, nach zwanzig Minuten hatte mich das Hörspiel in seinem Griff und ließ mich nicht mehr los. Wie es aus dem Leben des jüdischen Studenten in den USA der fünfziger erzählt, in was für einer Zeit er lebt, mit was für Persönlichkeiten und Weltvorstellungen er sich herumschlagen muss und wie er dabei die Rebellion als frischer, aber dennoch reifer Schulabgänger zelebriert… einfach genial. Zudem hat mir die Regie und Dramaturgie des Hörspiels gefallen. Dafür ein großes Lob an Wolfgang Schaeffer!
Und als ein weiteres Feature hat der NDR hat auch ein Making-of-Video für das Hörspiel zusammengeschnitten.

Bild: Patrick Güldenberg, Sprecher des Marcus Messner

Marcus Messner startet 1951, im zweiten Jahr des Koreakrieges, sein Studium an einem christlichen College in Ohio. Dort, weit weg von seiner Heimat New Jersey, glaubt er, der erstickenden Liebe seines sorgenkranken Vaters entkommen zu sein und sich die Chance erworben zu haben, aus der kleinbürgerlichen Existenz eines jüdischen Metzgersohnes aufzusteigen. Mit verbissenem Ehrgeiz kämpft er um Bestnoten und Anerkennung. Doch Marcus passt nicht ins System.

Keineswegs religiös, sondern freigeistig-liberal und hemmungslos individualistisch wie er ist, widersetzt er sich allen Vorschriften und Restriktionen und geht in offene Rebellion gegen die Führungsautoritäten. Marcus Unbotmäßigkeit führt zum Rausschmiss und kostet ihn letztlich das Leben, denn er wird zum Koreakrieg eingezogen. Marcus erzählt die Geschichte seines kurzen Lebens aus dem Jenseits. Dabei ersteht das Bild einer vergangenen Epoche mit vielfachen Bezügen zur Gegenwart. Dass Marcus auf zwangsläufige Art zum Opfer wird, ist historischen Bedingungen geschuldet, die jederzeit wiederkehren können.
Übersetzung aus dem Amerikanischen: Werner Schmitz
Komposition: Dieter Glawischnig
Hörspielbearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer

Mit Patrick Güldenberg, Ulrike Grote u.a.

NDR 2010 | ca. 86 Min. | Ursendung

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